Perspektiven für eine Stadt für Alle

Nach der erfolgreichen Demo lud der Demo-Organisationskreis zu einem offenen Perspektivtreffen ein, auf dem konstruktiv über den Stand der Kämpfe diskutiert und Ziele und Aktionsvorschläge erarbeitet wurden.

Einigkeit bestand darin, dass wir allein schon mit der Stadt-für-Alle-Demo am 13. Juni und während der Mobilisierungsphase viel erreicht haben, indem wir die jahrelangen Proteste gegen Mietwucher, Verdrängung und Immobilienspekulation wieder auf die Tagesordnung gesetzt und die stadtpolitischen Akteure zur Positionierung gezwungen haben. Wir konnten uns auch schnell darauf verständigen, dass wir jetzt nicht die Hände in den Schoß legen können. Vielmehr muss die Vernetzung linker Organisationen und MieterInnen-Initiativen vorangetrieben werden, die unsere Ziele teilen – Mietpreissenkung, Geflüchtetenrechte, demokratische Kontrolle der Wohnungspolitik durch die MieterInnen.

Konkret soll hier auf der Stadt-für-Alle-Website ein Informationsportal und zentraler Anlaufpunkt entstehen für Stadtteilkämpfe und den Austausch von lokalen und thematischen Initiativen untereinander. Unter dem Banner „Stadt für Alle“ sollen koordiniert weitere Aktionen stattfinden.

Für diesen Herbst ist ein Aktionstag mit Diskussionsveranstaltungen, Infotischen, Konzert und entspannter Feierlaune geplant. Es soll regelmäßig monatlich einen Stadt-für-Alle-Brunch geben, bei dem in lockerer Atmosphäre wohnungspolitisch Aktive und Aktivwerdende von anderen lernen und sich vernetzen können.

All das will noch geplant werden. Konkretes erfahrt ihr hier. Es wird zeitnah einen Newsletter geben, den ihr abonnieren könnt, um mit Sicherheit nichts zu verpassen. Die derzeit im Stadt-für-Alle-Arbeitskreis aktiven Menschen freuen sich natürlich sehr über Unterstützung. Ihr könnt uns über unsere Kontaktadresse stadtfueralle [at] posteo . net erreichen.

Diskutieren, vernetzen, aktiv werden

Perspektivtreffen
Montag, 29. Juni, 18 Uhr
Madia, Lindenstraße 47

Stadt-für-Alle-Demo: „Mieten runter“, „Bonzen raus, Geflüchtete rein!“, „Protzdam? Nein danke“Am Sonnabend sind 1200 Menschen auf der Straße gewesen für Wohnraum für uns alle – egal, wo wir herkommen und welchen Aufenthaltsstatus wir haben, egal, wie wenig Geld wir in der Tasche haben. Schon am Dienstag vor unserer großen bunten Demo sah sich die Pro Potsdam genötigt, 500 neue Sozialwohnungen in den nächsten fünf oder mehr Jahren anzukündigen. Das ist natürlich nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es zeigt, was wir bewirken können; dass unser Protest wichtig ist und wir noch lauter werden müssen.
Wir brauchen eure Ideen und eure Power!
Redet mit euren FreundInnen und Bekannten über die Forderungen unserer Stadt-für-Alle-Demo!
Kommt zu unserem Perspektivtreffen im Madia! Dort werden wir uns über weitere Schritte austauschen.
Die Stadt gehört uns und wir machen hier die Politik! Nicht die Sesselpupser im Rathaus und im barocken Stadtschloss!

Perspektivtreffen
Montag, 29. Juni, 18 Uhr
Madia, Lindenstraße 47

BUNTER PROTEST FÜR BEZAHLBAREN WOHNRAUM UND GEGEN VERDRÄNGUNG

Am Samstag, den 13. Juni 2015, werden viele Menschen in Potsdam auf die Straße gehen, um für bezahlbaren Wohnraum, gegen Verdrängung und Ausgrenzung zu demonstrieren. Start der Demonstration ist um 14 Uhr am Potsdam Hauptbahnhof, Babelsberger Straße. Die Demonstration mit dem Motto ‚Stadt für Alle – Mieten runter! Verdrängung stoppen!‘ wird von rund 50 Gruppen und Initiativen unterstützt, darunter z.B. Mieter*innen-Initiativen, der Mieterverein, Geflüchteten-Initiativen, Gewerkschaftsjugend, Stadtteilnetzwerke, Hausprojekte, Künstlergruppen und Studierendenverbände. Der Protest wird von einem vielfältigen und breitem Spektrum getragen. Wie in anderen Städten betrifft der Wohnungsnotstand einen Großteil der Stadtbevölkerung. Die miserable Wohnsituation spitzt sich beim Umgang mit geflüchteten Menschen aus anderen Ländern zu: Sie werden zum Großteil in Container untergebracht, ihnen wird das ‚Recht auf Wohnungen‘ entgegen dem Artikel 47 Brandenburgischer Verfassung verwehrt.

Während die Mieten seit Jahren steigen, ist der Wohnraum in Potsdam extrem knapp. Das soziale Ungleichgewicht nimmt weiter zu. Eine von Kapitalinteressen gesteuerte Wohnungswirtschaft kann diesen Missstand nachweislich nicht beheben, viel eher ist sie selbst Teil des Problems.
Die Wohnpolitik muss sich radikal ändern: Sie muss endlich gemeinwohl- statt profitorientiert sein. Die kommunale Wohnungsgesellschaft ProPotsdam muss sich auf das Kernanliegen der sozialen Wohnraumversorgung für Einkommensschwache konzentrieren. Das erreichte hohe Mietniveau auch im kommunalen Wohnungsbestand muss gesenkt werden, um die drastische Mietentwicklung zu stoppen. Eine bedarfsgerechte Wohnpolitik kann nur von Betroffenen für Betroffene gemacht werden: Daher fordert die Stadt-für-Alle-Demonstration neben Privatisierungsstopp und Rekommunalisierung die demokratische Kontrolle der ProPotsdam durch die Mieter*innen. Nur so kann der Erhalt und die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum gewährleistet werden.

Warum ist Wohnen in Potsdam so teuer?

Freitag, 12. Juni, 19 Uhr
Kuze-Kneipe
Hermann-Elflein-Straße 10

Am Abend vor der Demo laden wir gemeinsam mit dem Infotresen zu unserer Demo-Warmup-Veranstaltung in der Kuze-Kneipe ein. Wir werden die Situation für Geflüchtete und Wohnungssuchende in Potsdam darstellen und dann mit euch über notwendige Verbesserungen, Forderungen und nächste Schritte nach der Demo diskutieren.

Es wird eine bunte Demo

Samstag ist Demotag! Rund 50 Gruppen aus verschiedensten Bereichen unterstützen die Demo und rufen dazu auf, für bezahlbaren Wohnraum und gegen Verdrängung und Ausgrenzung politischen Druck zu machen.

Wir sehen, dass schon im Vorhinein die Demo ihre Wirkung hat. Es lohnt sich, auf die Straße zu gehen! Die Demo wird bunt und vielfältig, so wie eine lebendige Stadt sein muss. Wir freuen uns!

Keine Rendite mit der Miete

Mietenstopp

Nächste Aktionen: Soli-Konzert, Malen und Basteln für Demo

Solidaritätskonzert mit dem Hans Beimler Chor für Oliver Lenz

Samstag, 06.06.2015 – 17:00 Uhr im Gemeindesaal der Erlöserkirche, Nansenstraße 5, 14471 Potsdam

Oliver Lenz soll aus seiner seit 1990 bewohnten Wohnung rausgeschmissen werden, wegen angeblichen Eigenbedarfs. Oliver ist auf Grund der Erkrankung an Multipler Sklerose zu 100% körperbehindert. Das Solidaritätskonzert soll auf seine Situation aufmerksam machen.
Mehr Infos hier.

Demovorbereitung: Kreatives basteln, Siebdrucken und Plakate malen

Sonntag, 07.06.2105 – 14-18 Uhr im freiLand, Haus 1, Offenes Atelier
Mit Pappe, Farben, Stoffe malen und sprayen wir gemeinsam unsere Demo bunt. Wir freuen uns über selbst mitgebrachtes Bastelmaterial. Wenn ihr nichts mitbringen könnt – nicht schlimm, es gibt einen Grundstock an Material, was wir alle gemeinsam nutzen können.

Support City for All / Unterstützt Stadt für Alle

Auf der Unterstützer*innen-Seite findet ihr eine erste Anzahl von Gruppen, die die Demo unterstützen. Wir freuen uns auch über eure Unterstützung, damit es zu einer kraftvollen, vielfältigen und kreativen Demonstration kommt.

Unterstützt die Stadt für Alle – Demonstration für bezahlbaren Wohnraum in einer lebendigen Stadt, gegen Verdrängung und Ausgrenzung!

Support the City for All – demonstration for affordable housing in a lively city, against exclusion and repression!

Was tun gegen Mietenexplosion und Wohnraummangel?

Nächste Woche laden wir euch zu zwei spannenden Infoveranstaltungen ein:

Während die Mieten steigen, wird Wohnraum in Potsdam immer knapper. Wird die Stadt unbezahlbar? Was können wir tun gegen diese Entwicklung? Die Veranstaltungen sollen lokale Herausforderungen und politische Perspektiven gegen steigende Mieten und Wohnraummangel aufzeigen. Dafür haben wir Gäste eingeladen, die sich sowohl lokal als auch darüber hinaus mit dem Thema der Wohnpolitik und Stadtentwicklung seit vielen Jahren beschäftigen.

Kommt vorbei:
Dienstag, 26.05.2015 – 19 Uhr im Bürgerhaus stern*zeichen, Galileistr. 37-39
Diskussionsgäste: Dr. Rainer Radloff (Vorstand Mieterverein Potsdam und Umgebung e.V.) und Arndt Sändig (Aufsichtsratsmitglied bei ProPotsdam für die Wähler*innengruppe DIE aNDERE)

Mittwoch, 27.05.2015 – 18:30 Uhr im Bürgerhaus Schlaatz, Schilfhof 28
Diskussionsgäste: Lutz Boede (Wähler*innengruppe DIE aNDERE) und Holger Zschoge (Projekthaus Potsdam)

Dokumentarfilm „Verdrängung hat viele Gesichter“

Heute abend wird eine Dokumentation zum Thema Verdrängung im spartacus gezeigt. Ihr seid alle eingeladen, eine interessante Dokumentation über das brennendste Thema heutiger Städte zu sehen.

Eintritt frei!

Wann genau: Mittwoch, 20.05.2015, 19:30 Uhr (im Internet kursieren verschiedene Uhrzeiten, aber diese hier ist aus 1. Hand)
Wo genau: spartacus im freiLand in der Friedrich-Engels-Str. 22, 14473 Potsdam

Hier klicken für mehr Infos

Auf Hochtouren

Die Vorbereitungen für die Stadt für Alle – Demo laufen auf Hochtouren. Unsere Webseite füllt sich langsam, also immer wieder vorbeischauen. Es lohnt sich!

Plakate und Flyer wollen die Stadt erobern
Plakate und Flyer wollen die Stadt erobern

Mieten runter! Verdrängung stoppen!